Heilpraktiker Bernd Michel aus München schreibt über Themen aus der chinesischen Medizin, Psychotherapie und das Thema Gesundheit:
Rückenschmerzen:
Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenvorfall, Lumbago:
Rückenbeschwerden haben viele Namen. In den letzten Jahren wurden sie immer häufiger. Das liegt zum einen daran, dass wir uns immer weniger bewegen und die Zahl der Übergewichtigen und sie selbst immer mehr zunehmen. Einen weiteren Beitrag leistet die sitzende Tätigkeit, der immer mehr von uns nachgehen. Bei 85 % aller Rückenschmerzen lässt sich schulmedizinisch nicht exakt bestimmen, wo sie herkommen. Man spricht hier von funktionellen Störungen. Bei lediglich fünf % der Patienten wird ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung nachgewiesen. Ein wesentlicher Faktor in der Entstehung von Rückenbeschwerden sind psychische Belastungen. Denken Sie nur an den Volksmund: „ Die Last ist zu schwer, es sitzt die Angst im Nacken, es ist ein Kreuz,… In der chinesischen Medizin gehen wir davon aus, dass Schmerz immer eine Stagnation zu Grunde liegt. Durch die Akupunktur kann diese Stagnation therapiert werden. In der Geracstudie wurde an 200.000 Patienten die Wirksamkeit der Akupunktur getestet.
70 % der Patienten gaben an, eine deutliche Besserung durch die Akupunktur-Therapie zu verspüren, während die schulmedizinische Standardtherapie lediglich 29 % als Ergebnis vorweisen konnte.
Diese 70 % wurden, was die chinesische Medizin anbelangt, lediglich mit Akupunktur erreicht.
Die TCM bietet darüber hinaus noch andere Verfahren wie Tuina (chinesische Massage und manuelle Therapie), Moxa oder Schröpfen an.
Damit lassen sich in der fachgerechten Kombination bessere Ergebnisse als in dieser Studie erreichen.
In einer anderen Studie wurden 500 Patienten mit Bandscheibenvorfall zum Teil konservativ, das heißt ohne Bandscheiben -Op behandelt, ein anderer Teil unterzog sich der Bandscheibenoperation. Nach zwei Jahren waren 70% der Patienten in jeder Gruppe mit dem Ergebnis zufrieden. Das heißt der Erfolg war gleich - auch in Bezug auf Arbeitsausfall und Schmerzempfinden. An der Universität Stanford war das Ergebnis von ausführlichen Forschungen, dass psychosoziale Faktoren eine mindestens so wichtige Rolle spielen wie der Verschleiß der Wirbelsäule. Sollte bei Ihnen ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert sein und nicht eine unmittelbare OP-Indikation besteht, müssen Sie das Problem zwar ernst nehmen, aber sich nicht gleich auf dem OP-Tisch sehen: Fast die Hälfte aller 50-jährigen hat einen Bandscheibenvorfall. Ein Großteil weiß es gar nicht. In einer anderen Untersuchung sahen Ärzte in 30 % der ihnen vorgelegten Kernspinaufnahmen eine Indikation zur Bandscheibenoperation. Nur: Es waren Bilder von völlig beschwerdefreien Studenten. Ich verfüge in diesem Bereich über sehr viel Erfahrung und habe bei Patienten mit Rückenschmerzen mit meinen Therapie - methoden sehr viel Erfolg. Ich habe in einer orthopädischen Praxis, die auf Rückenschmerzen spezialisiert ist, drei Jahre lang die Akupunkturabteilung geleitet.
Allergien in der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM)
Was gehört alles unter den Begriff Allergie?
- Heuschnupfen (allergische Rhinitis)
- Allergisches Asthma
- Neurodermitis (atopische Dermatitis)
- Nahrungsmittelallergien
Die Neigung zu Allergien zeigt sich meistens bereits in der Kindheit. So sind Kinder von Allergikern eher prädisteniert, an einer oder mehreren Allergien zu erkranken. In der Kindheit entwickelt sich das Immunsystem. Auch in der westlichen Naturheilkunde wird dabei dem Darm eine fundamentale Bedeutung zugemessen. 80% der Lymphknoten sitzen im Bauchraum. Sie filtern zum großen Teil das Blut, das durch die Bauchorgane, die zum Großteil mit der Verdauung und Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zu tun haben.
In der chinesischen Medizin ist das der Funktionskreis der Mitte (Magen/Milz). Die Mitte ist in der Kindheit einer besonderen Belastung ausgesetzt. Der kleine Körper ist neben der Energie, die durch die viele Bewegung und die Verdauung von vielen neuen Eindrücken besonders gefordert. Hinzu kommt der immense Wachstum, den ein kleines Kind in den ersten Jahren erlebt.
Die Verdauung kann bei Kindern durch falsche Ernährung überfordert sein.
Ein anderer Grund ist der oft inflationäre Gebrauch von Antibiotika.
In der chinesischen Medizin werden sie als kalte Arzneien kategorisiert. Kaltes lässt die Verdauung „einfrieren“ und die Umwandlung der Nahrung funktioniert nicht mehr so, wie es sollte. Es entstehen Symptome wie Durchfälle, Bauchschmerzen, Koliken und Kältegefühl. Die Energie, die durch fehlgeleitete Prozesse in der Verdauung verloren geht, fehlt der Abwehr. Abwehr bedeutet zum einen, die Energie aufwenden zu können, einen Eindringling zu vertreiben und zum anderen, ihn zu erkennen. Die Funktion, einen Freund von einem Feind zu unterscheiden ist bei einer Allergie gestört. So werden auch unschädliche Elemente überschießend bekämpft.
Eine andere wichtige Rolle spielen Impfungen – insbesondere die gegen Ausschlagskrankheiten wie z.B. Röteln, Windpocken, Masern,…
Babys nehmen während der Schwangerschaft von der Mutter fötale Toxine auf, die durch die Ausschläge nach außen transportiert und das Fieber verbrannt werden. Passiert das nicht, wird auch dadurch das Immunsystem insbesondere in der Blutebene beansprucht und der Körper wird später versuchen, sie über die Haut und Schleimhäute los zu werden (Neurodermitis, Heuschnupfen).
Ich will an dieser Stelle nicht zu weit in den Impfkrieg einsteigen. Ich denke, es ist bei Impfungen wichtig, sie nicht zu früh zu geben und nicht alle auf einmal. Außerdem ist es wichtig, dem Kind auch die Ruhe zu geben, auf die künstliche Krankheit zu reagieren, die durch die Impfung induziert wird.
Eine weitere Ursache im allergischen Geschehen kann auch seelisch bedingt sein. Hier kann ein Widerspruch zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Wunsch nach Distanz auf körperlicher Ebene ausagiert werden. Auch hier geht es um die Unterscheidung zwischen einem wirklich gewünschten und einem nicht gewollten Kontakt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Allergien oft etwas mit der Wahrung von Grenzen zu tun hat. In der chinesischen Medizin hat diese Grenze viel mit dem Metallelement innerhalb der Fünf-Elemente-Theorie zu tun. Die Organe, die ihm zugerechnet werden sind übrigens Lunge, Darm und Haut.
Ich behandle Allergien mit Kräutern (innerlich und ggf. äußerlich), Akupunktur, Immunstimulierende Massagen und Schröpfen.
Bei psychischen Mitursachen decke ich mit Ihnen die zu Grunde liegenden Strukturen auf.
Aus den verschiedenen Ansätzen stelle ich einen Therapieplan für Sie zusammen, der auf ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnitten ist.
Sie können mich bei weiteren Fragen gerne kontaktieren.
Krebs und chinesische Naturheilkunde
In China wird die chinesische Naturheilkunde sehr erfolgreich in der Behandlung von Krebs eingesetzt. Gerade in der Krebstherapie hat sich die „integrierte chinesische Medizin“ als sehr effektiv erwiesen.
Integriert heißt in diesem Fall, dass die traditionelle chinesische Medizin (TCM) in Verbindung mit der modernen westlichen Medizin angewendet wird. Die chinesische Medizin hilft die Nebenwirkungen der in den Körper sehr stark eingreifenden Chemotherapie oder von Bestrahlungen abzumildern (Übelkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Auszehrung, Trockenheit, Nachtschweiße, Verdauungsprobleme, Immunschwäche,…) Nach zahlreichen chinesischen Studien haben Patienten, die mit beiden Disziplinen behandelt wurden, eine signifikant höhere Lebenserwartung und bessere Lebensqualität.
Krebs ist in der TCM Stagnation, bei der das Blut und die Körpersäfte stagnieren und dabei auch sogenannte toxische Hitze entsteht.
Die Ursachen der Stagnation sind vielschichtig und komplex. Krebs hat wie die meisten chronischen Erkrankungen selten eine „einzige“ Ursache und stellt in der chinesischen Diagnostik große Anforderungen.
Auch hier spielen neben genetischen Faktoren und der Lebensweise, die Emotionen in der Entstehung und in der Verarbeitung der Krankheit eine große Rolle.
Ich behandle von Vorstufen bis zur Nachbehandlung von Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen alle Stadien der Erkrankung.
Ganz wichtig ist dabei die enge schulmedizinische Kontrolle und Überwachung des Krankheitsgeschehens.
Ich arbeite hierbei mit chinesischen Kräutern und gegebenenfalls auch psychotherapeutisch, die Krankheit in das Leben zu integrieren.
Die Beschäftigung mit Krebs ist auch immer eine Auseinandersetzung mit den Themen Hilflosigkeit, Alleinsein, Tod und der Angst zu Sterben. Ich habe beobachtet, dass viele Patienten damit sehr allein sind. Diese Themen werden in ihrem Umfeld nicht angesprochen und sie fühlen sich so noch einsamer. Auch an diesem Punkt möchte ich für die Patienten da sein.
Impfungen
Babys nehmen während der Schwangerschaft von der Mutter fötale Toxine auf, die durch die Ausschläge nach außen transportiert und das Fieber verbrannt werden. Passiert das nicht, wird auch dadurch das Immunsystem insbesondere in der Blutebene beansprucht und der Körper wird später versuchen, sie über die Haut und Schleimhäute los zu werden (Neurodermitis). Die Frage ob und wogegen ein Kind geimpft ist eine Entscheidung, die die Eltern treffen sollen. Ich denke, es ist bei Impfungen wichtig, sie nicht zu früh zu geben und nicht alle auf einmal. Außerdem ist es wichtig, dem Kind auch die Ruhe zu geben, auf die künstliche Krankheit zu reagieren, die durch die Impfung induziert wird. Es ist natürlich auch sicherzustellen, dass die Kinderkrankheiten von einem Kinderarzt behandelt werden können, falls Sie sich gegen Impfungen entscheiden.
Migräne und Spannungskopfschmerzen
Migräne ist nach Spannungskopfschmerz die Form von Kopfschmerzen, von der die meisten Menschen betroffen sind. Vielen Patienten ist der Unterschied unklar.
Typisch für Migräne ist:
- Einseitiges Auftreten der Schmerzen
- Pulsierender Schmerz
- Übelkeit bzw. Erbrechen
- Licht – und Lärmempfindlichkeit
- Kopfschmerz folgt einer Aura nach max. 60 Minuten
Typisch für Spannungskopfschmerzen ist:
- chronischer Schmerz in wechselnder Intensität
- Schmerz kann sich über den ganzen Kopf ausbreiten (niemals einseitig)
- Starke Nackenverspannungen
Spannungskopfschmerzen sind in der Regel leichter zu behandeln als Migräne. In diesem Fall ist Akupunktur, Massage, Wärme und andere Verfahren der TCM in Kombination – meiner Ansicht nach – das Mittel der Wahl. Natürlich kann in sehr chronischen Fällen auch wichtig, die Ursache der Anspannung zu finden. Dies kann ganz einfach eine schlechte Sitzposition oder auch eine psychische Überlastung sein.
Nach wenigen Behandlungen verspüren die meisten Patienten eine deutliche Besserung.
Die Migräne hingegen ist ein sehr viel komplexeres Krankheitsbild.
Sie kann hormonelle Ursachen haben oder auch durch Nahrungsmittel (z.B. Schokolade oder Rotwein, Glutamat) ausgelöst werden.Durch diese Stoffe entsteht eine Entzündung der Blutgefäße der Hirnhaut.Dadurch schwellen sie an und die umliegenden Nerven werden gereizt,wodurch Schmerz entsteht.
Nach meiner Erfahrung ist die Seite, auf der die Migräne auftritt, meistens mehr verspannt oder empfindlicher als die andere.
Die Anfallshäufigkeit lässt sich oft durch eine Behandlung der umliegenden Muskulatur und der betroffenen Meridiane deutlich senken.
In der chinesischen Medizin spricht man von aufsteigendem Leber – Yang, das sich den Weg über den Gallenblasenmeridian, der seitlich am Kopf zum Auge verläuft.
Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Grundsätzlich kann dies aus einem Mangel oder aus einem Füllezustand entstehen.
Der Mangel kann z.B. durch die einsetzende Monatsblutung, bei der das „Leber-Blut“ durch den bevorstehenden Blutverlust geschwächt ist und so das Leber – Yang nicht gehalten wird und nach oben steigt.
Der Füllezustand lässt sich bildlich am besten mit jemandem, dem die Galle übergeht, beschreiben.
In der Behandlung sind meiner Ansicht Kräuter unabdingbar und sollten in Kombination mit Akupunktur und Massage eingesetzt werden.
Bei der Migräne ist in der Therapie auch der psychische Hintergrund zu beleuchten. Migränepatienten leiden drei mal so oft an Depressionen als der Durchschnitt. Ich erlebe Migränepatienten außerdem oft als sehr leistungsbezogen.
Raucherentwöhnung und Abnehmen durch Akupunktur
Die Raucherentwöhnung oder das Abnehmen durch Akupunktur wird oft in meiner Naturheilpraxis in München angefragt. Ich bemerke oft, dass bei vielen Patienten die Hoffnung besteht, dass sich diese Probleme einfach durch ein paar Nadeln lösen lassen. Grundsätzlich halte ich eine Unterstützung mit Akupunktur für sinnvoll. Sie muss meiner Ansicht nach jedoch in ein größeres Behandlungskonzept eingebunden sein. Zu viel Rauchen oder Essen sind Süchte. Die Schwierigkeiten bestehen meistens schon lange und beeinträchtigen den Patienten. Ich sehe darin eine chronische Erkrankung. Als solche muss eine Sucht auch behandelt werden, um in der Behandlung erfolgreich zu sein. Es ist individuell verschieden, wie Patienten auf den Entzug ihres Suchtmittels reagieren. Auf jeden Fall entsteht in seinem System erst einmal ein Vakuum und eine wichtige Stütze fehlt. Hier ist es für mich wichtig, Ihnen zu helfen, mit dieser Leere umzugehen und eine individuelle Strategie für Sie und mit Ihnen zu erarbeiten.
Gua - Sha und Schröpfen
Gua sha ist eine chinesische Form der Massage, die dem Schröpfen ähnlich ist, bei der mit einem Schaber mit einer speziellen Technik über die Haut gestrichen wird. Dabei entstehen ein sehr tiefgehender Massageeffekt und eine unter Umständen sehr starke Rötung. Die Rötung kann aussehen wie ein Bluterguss, der aber nach wenigen Tagen verschwindet und auch therapeutisch erwünscht ist. Das kann manchmal etwas erschreckend aussehen und ich bekomme manchmal empörte Anrufe, wenn ich vergessen habe, den Patienten genau darüber aufzuklären und ohne ihm die Stellen zu zeigen, die er oder sie nicht sehen kann, da sie z.B. am Rücken oder Nacken sind. Durch den Abbau des unter der Haut abgepressten Blutes, entsteht eine erhöhte Stoffwechselaktivität, durch die auch Schlackenstoffe, die z.B. durch Muskelverspannungen und Entzündungen entstanden sind, abgebaut werden. Guasha ist dem auch in der westlichen Naturheilkunde bekannten Schröpfen sehr ähnlich. Beim Schröpfen wird in einer offenen Glaskugel ein Vakuum erzeugt und diese auf den Körper aufgesetzt. An der aufgesetzten Stelle entsteht auch eine Art Erguß –ähnlich wie beim Gua Sha. Der Unterschied ist, dass der Schröpfkopf saugt und beim Gua Sha gedrückt wird. Beide Methoden sind sehr Effektiv bei allen orthopädischen Erkrankungen aber auch bei immunologischen Erkrankungen (z.B. Erkältungen, Allergien, Immunschwäche). Der Abbau des Ergusses hat auch eine Wirkung auf das Immunsystem des ganzen Körpers. Der Effekt ist wie bei einer Eigenblutbehandlung. Bei sehr starken Füllezuständen kann die Haut auch leicht angepiekst und dann ein Schröpfkopf aufgesetzt und die Fülle über das austretende Blut ausgeleitet werden
Indikationen:
Viele der hier angegebenen Krankheiten sprechen zum Teil besser auf chinesische Kräuter oder in Kombination der verschiedenen Verfahren an.
Ich habe die Beschwerden, bei denen ich Kräuter für sinnvoll halte mit (K) gekennzeichnet
Die Hauptindikationen der Akupunktur und ihre besondere Wirksamkeit liegen in der Behandlung von schmerzhaften Erkrankungen und bei funktionellen und psychosomatischen Störungen im weitesten Sinne. 70-80% der Patienten, die im Westen mit Akupunktur behandelt werden, leiden an chronischen Schmerzen. Bei den "schmerzhaften" Erkrankungen stehen Migräne, chronische Kopfschmerzen und Trigeminusneuralgien mit ca. 30% Anwendungshäufigkeit im Vordergrund. Weiter sind Erkrankungen des Bewegungsapparats wie HWS-, BWS-, Schulter-Arm-Syndrom, Lumbalgie (Schmerzen im unteren Rücken), Ischialgie, Schmerzen bei Koxarthrose (Hüfte) Gonarthrose (Knie) oder Tennisellbogen (Epicondylitis) häufige Indikationen. Zu den Erkrankungen, die mit funktionellen Störungen einhergehen, die auch eine psychosomatische Ursache haben könnten, zählen z.B. Asthma bronchiale, allergische Rhinitis, Reizdarm, Gastritis, Schlafstörungen, Tinnitus, Dysmenorrhö, klimakterisches Syndrom (Wechseljahresbeschwerden) usw.
Viele Funktions- und Befindlichkeitsstörungen, die in der Schulmedizin diagnostisch nicht kategorisierbar sind , lassen sich mit durch die Sichtweise der chinesischen Medizin erfassen und somit auch behandeln.
- Myofasziales Schmerzsyndrom, radikuläre und pseudoradikuläre Syndrome
- Muskelschmerzen und Verspannungen aller Art
- Arthralgien, Arthrosen
- Arthritis, rheumatoide Arthritis
- HWS-Syndrom, zervikale Spondylitis, Tortikollis (Nackenschmerzen)
- BWS-Syndrom, Thorakalsyndrom, Wirbelblockaden
- LWS-Syndrom, Lumbalgie, Ischialgie, ISG-Blockade, Rückenschmerzen
- Koccygodynie (Steißbeinschmerzen)
- Schulter-Arm-Syndrom, Periarthritis humeroscapularis, Frozen Shoulder
- Epicondylitis (Tennisarm, Golferellenbogen)
- Karpaltunnelsyndrom
- Cox-arthrose, Coxalgie (Hüftgelenk)
- Gonarthrose, Gonalgie( Kniebeschwerden)
- Achillodynie (Schmerzen der Achillessehne)
- Tendinopathie (Alle Arten von Sehnenbeschwerden)
- Morbus Sudeck(K)
- Fibromyalgie (Weichteilrheumatismus) (K)
- Kopfschmerz, Migräne(K),Spannungskopfschmerz
- Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz(K)
- Interkostalneuralgie, Zosterneuralgie(K)
- Phantomschmerz, Stumpfschmerz
- Polyneuropathie, Parästhesie ( Taubheitsbefühle und Lähmungen)(K)
- Lähmungen, Hemiparesen ( auch nach Schlaganfall) Fazialisparese(K)
- Cerebrale Anfallsleiden(Epilepsie)
- )Clusterkopfschmerzen
- Wetterfühligkeit
- Vegetative Dysfunktionen
Psychische und psychosomatische Störungen
- Depression, depressive Verstimmung,Panikattacken
- Schlafstörungen(K)
- Erschöpfungszustände(K)
- Psychovegetatives Syndrom, Unruhezustände
- Therapiebegleitung bei Suchterkrankungen (z.B. Alkohol, Nikotin, Arzneimittel, illegale Drogen)(K)
Bronchiopulmonale Erkrankungen(K)
- Bronchitis, Pseudokrupp, hyperreagibles und allergisches Bronchialsystem,(K)
- Asthma bronchiale(K)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Funktionelle Herzerkrankungen(K)
- Herzrhythmusstörungen(K)
- Coronare Herzerkrankung, Angina pectoris(K)
- Hypertonie,Schwindel(Vertigo)(K)
- Hypotonie,Schwindelgefühl(K)
- Durchblutungsstörungen(K)
Gastrointestinale Erkrankungen(K)
- Funktionelle Magen-Darmstörungen, Schluckauf, Übelkeit(K)
- Schwangerschaftserbrechen(K)
- Ösophagitis, Gastritis, Gastroenteritis(K)
- Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni(K)
- Cholecystitis, Gallenwegsdyskinesie,Gallenkolik(K)
- Colon irritabile (Reizdarm), Obstipation (Verstopfung), Diarrhoe (Durchfall)(K)
- Kolitis ulcerosa(K)
- Morbus Crohn(K)
Urologische Erkrankungen(K)
- Cystitis( Blasenentzündung), Prostatitis(K)
- Pyelonephritis ( Nierenbeckenentzündung)(K)
- Funktionelle Störungen des Urogenitaltraktes, Reizblase, Harninkontinenz(K)
- Enuresis nocturna( Nächtliches Einnässen)(K)
- Impotenz(K)
Gynäkologische Erkrankungen(K)
- Dysmenorrhö, prämenstruelles Syndrom, Zyklusstörungen,Eierstock - Zysten,Myome(K)
- Klimakterisches Syndrom(K)(Wechseljahresbeschwerden)
- Adnexitis, Salpingitis(K)
- Mastopathie ( Probleme der weiblichen Brust)(K)
- Infertilität, Frigidität(K)
- Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung, Geburtserleichterung
- Laktationsstörungen(K)
- Schwangerschaftserbrechen
Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen(K)
- Pollinosis (Heuschnupfen)(K)
- Rhinitis, Sinusitis( Nasennebenhöhlen), Tonsillitis ( Mandelentzündung)(K)
- Hörsturz, Schwerhörigkeit
- M. Ménière, Schwindel, Reisekrankheit, Labyrinthitis(K)
- Tinnitus, Otitis , Mittelohrentzündung(K)
- Geruchsstörungen, Geschmacksstörungen(K)
- Stimmstörungen,Heiserkeit(K)
Augenerkrankungen
- Konjunktivitis, Bindehautentzündung(K)
- Visusschwäche(K)
- Glaukom(K)
- Retinitis pigmentosa, Maculadegeneration(K)
Hauterkrankungen(K)
- Neurodermitis, atopisches Ekzem, Urtikaria(K)
- Entzündliche Hauterkrankungen, Furunkulose, Acne vulgaris(K)
- Psoriasis(K)
- Ulcus crusis, schlecht heilende Wunden(K)
- Herpes simplex(K)
Sonstiges
- Tumorschmerz(K)
- Postoperativer Schmerz
- Posttraumatischer Schmerz
- Zahnschmerz
- Kollaps, Schockzustand
- Immunstörung(K)
Zubereitung von Arzneimittelabkochungen (Kräuterdekokten) mit chinesischen Kräutern:
Bitte vorher mind. 2 Std. oder über Nacht oder einweichen.
Eine Tüte Arzneikräuter in einen Kochtopf geben und mit Wasser bedecken. Nach dem Einweichen evtl. nochmals etwas Flüssigkeit hinzufügen, so dass die Kräuter ca. 2cm bedeckt sind:
1. Zuerst 20 min. mit leicht geöffneten Deckel köcheln lassen, dann die Flüssigkeit abschütten und in ein anderes Gefäß geben. Die Kräuter mit längerer Kochzeit zuerst kochen und die mit entsprechend kürzerer weniger später hinzugeben.
2. Dann etwas weniger Wasser in den Topf mit allen Kräutern geben. Die Kochzeit sollte 20 min. betragen. Danach wieder die Flüssigkeit abschütten und zur ersten Abkochung hinzugeben.
3. Die Menge des Dekoktes soll doppelt so lange reichen als auf dem Rezept angegeben, da Sie zwei Mal ausgekocht wurden (4 Tage = 8Tage). Die Menge der Abkochung müssen Sie sich einteilen und die Ihre tägliche Trinkmenge festlegen. Sie hängt auch davon ab, wie viel Wasser Sie beim Abkochen verwendet haben.
Teilen Sie Ihre Tagesdosis in drei Teile auf. Die Kräuter werden entweder morgens, mittags und abends vor dem Essen getrunken, oder bei schwachem Magen nach dem Essen oder schluckweise über den Tag verteilt. In der Thermoskanne kann das Dekokt aufgrund der höheren Temperatur nur ca. 12 Std. aufbewahrt werden.
Wenn der Geschmack zu intensiv ist, so kann man entweder mehr Wasser hinzufügen (also verdünnen), oder aber die Flüssigkeit beim Kochen länger eindicken lassen (ca. 1/2 Tasse pro Portion) und mit einem Mal herunterspülen und etwas Süßes, (z.B. Schokolade oder Obstsaft) danach essen oder trinken, oder man kann den Dekokt auch mit einem dicken Strohhalm, der tief in den Mund genommen wird, an der Zunge vorbeispülen. Diese Formen der Einnahme sind auch für Kinder geeignet. Kaffee und Tee sollten aber nie zugleich mit der Abkochung in den Magen gelangen, da sie die Wirkung abschwächen.
Wie finde ich einen guten TCM Heilpraktiker oder TCM -Arzt?
Es gibt derzeit über 50.000 Therapeuten für chinesische Medizin in Deutschland. Die Therapeutendichte (Therapeut pro Einwohner) für TCM ist somit höher als in China. Für den Patienten ist der Markt nicht transparent.
Ich gehe davon aus, dass höchstens zehn Prozent eine halbwegs vertretbare Ausbildung in der chinesischen Medizin haben. Ich gehe da von mindestens 500 Ausbildungsstunden bei Akupunktur und bei Kräutern zusätzlich von nochmals 500 aus. Diesen Standard haben allerhöchstens 5% aller TCM -Praktizierenden.
Das heißt, um dieses Pensum erfüllen zu können, kann man sich nicht noch in vielen anderen Bereichen tummeln.
Einen sehr guten Standard hat hier die Arbeitsgemeinschaft für chinesische Medizin www.agtcm.de festgelegt. Hier finden Sie auch eine Therapeutenliste.
Ich habe hier ein paar Kriterien festgehalten, wie Sie die Spreu vom Weizen leichter trennen können:
- gut ausgebildet sein und sich weiterbilden
- er sollte wissen, was er tut in Bezug auf Neben- und Wechselwirkungen ( z.B. bei Medikamenten und besonderen Situationen wie etwa Schwangerschaft oder besonderen Krankheiten)
- die Diagnose und das notwendige therapeutische Vorgehen plausibel erklären können
- eine Prognose über die Möglichkeiten und die Grenzen der Therapie geben können
- Ihnen Konsequenzen und Nebenwirkungen der Behandlung erklären können
- Ihnen Anregungen für Ihren Lebensstil und zur Ernährung geben können
- Ihnen Zuversicht und ein Gefühl von Sicherheit geben
- Ihnen die Grenzen der Chinesischen Medizin aufzeigen und Ihnen die chinesische Denkweise so nahe zu bringen, dass Sie Ihre Diagnose und die Entstehung Ihrer Beschwerden nachvollziehen können
- Die Preisgestaltung sollte transparent und in ihrer Höhe nachvollziehbar sein
- dass auch Unangenehmes respektvoll angesprochen wird. Jemand der Ihnen „schöntut“ kann nur sehr eingeschränkt helfen
- Ihnen nicht irgendwelche Wundermittel aus China zu verkaufen.. Arzneien werden nicht vom Therapeuten, sondern von der Apotheke in kontrollierter Qualität verkauft
- Das wichtigste Kriterium ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen!
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